Patrona Bavariae - Heimat- und Brauchtumsverein Lechler München e.V.

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100 Jahre Patrona Bavariae am Samstag, den 13.05.2017


Spätestens im ausgehenden Mittelalter hat sich die Gottesmutter Maria fest in der Volksfrömmigkeit etabliert. 1616 stellte Kurfürst Maximilian I. sein Land unter Marias Schutz und errichtete während seiner Regentschaft die Mariensäule, von der aus bis heute alle Entfernungen im Freistaat gemessen werden. 1841 wurde in Haidhausen, in der Preysingstraße, die erste Marienandacht Deutschlands gefeiert. Französische Ordensschwestern, die König Ludwig I. nach München geholt hatte, brachten diesen Brauch aus ihrer Heimat mit. Maiandachten fanden von hier aus Anklang auch im Rest des Landes. Vor 100 Jahren gewährte Papst Benedikt XV. den Bayern ein Kirchenfest für die Muttergottes als Patrona Bavariae. Dieses Jubiläum wurde am Samstag in München in der Fußgängerzone in großem Rahmen gefeiert.
2011 hatte in Passau die erste der Patrona Bavariae gewidmete Wallfahrt der Bayerischen Bistümer stattgefunden. In den anschließenden Jahren folgten die Bistümer Bamberg Regensburg Würzburg Augsburg Eichstätt und heuer, als Abschluss, München/Freising mit der Ausrichtung dieses Festes. Jeweils vier Vereine aus den sieben Diözesen unseres Bistums durften ihre Fahnenabordnungen und Vereinsmitglieder zu dem Großereignis entsenden. Die Lechler hatten erstens die Ehre zu diesen Auserwählten zu gehören und zweitens das Glück bei Sonnenschein nur einen kurzen Fußmarsch vom Senlinger Tor zum Marienplatz als Wallfahrer zurücklegen zu müssen. Andere Gruppen waren z.B. in Maria Thalkirchen oder Maria Ramersdorf aufgebrochen. Reinhard als Fahnenträger und Franco und Otto als Fahnenbegleitung wurden leider von uns anderen, Waltraud, Walter, Birgit, Evi, Marianne, Hanni, Tatjana und Lissy von Anfang an getrennt. Während die Fahnenabordnung einen hervorragenden Blick auf die katholischen Bischöfe, auf religiöse und weltliche Würdenträger, auf die Chöre sowie auf die Heerscharen von Ministanten hatten, standen wir anderen eineinhalb Stunden lang unter dem dicht gedrängten gemeinen Volk mit schrägem Blick auf die Gebärdensprechenden auf der Großleinwand.
Nach der feierlichen heiligen Messe und der anschließenden Marienweihe vor der Mariensäule war es gar nicht so einfach unsere Männer im Gewühl wieder zu finden. Der einzigartige Löwe auf der Lechlerfahnenstange ließ uns auf einen Erfolg hoffen. Und tatsächlich ganz am anderen Ende des Platzes erspähten wir die Drei.
Gemeinsam gingen wir zum Karmeliterkloster, in dem uns Max Bertl, der Präsident des Bayerischen Trachtenverbandes persönlich den Weg ins Innere zu den Sitzgelegenheiten wies. Rindsgulasch, Nudeln und Bier schmeckten sehr gut. Die Fahne brachten wir per Straßenbahn nach St. Anna zurück, was eine rechte Gaudi war, weil wir auch noch andere vom Gauverband mit ihrer Standarte auf engem Raum trafen.
In den Gastronomiebetieben am St. Anna Platz gab's zwar leider kein Eis, aber wir ließen den schönen Tag dort trotzdem mit einem Ratsch harmonisch ausklingen.
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