Leonhardifahrt Grafing - Heimat- und Brauchtumsverein Lechler München e.V.

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Leonhardifahrt Grafing

Am Sonntag, 30. Oktober 2011 reisten wir Lechler wieder, wie jedes Jahr, nach Grafing zur Leonhardifahrt.
Wir wurden von einem Zweispänner aus Parsdorf als Wagen-Nummer 19 drei Mal durch Grafing kutschiert. An der Leonhardi-Kirche bekamen die Pferde und auch wir immer den Segen oder Weihwasser vom Pfarrer. Nach einem gemütlichen Mittagessen streiften wir noch ein wenig durch Grafing. Am Marktplatz spielte die Stadtkapelle von Grafing und die Ebersberger Goaßlschnalzer zeigten ihr Können. Wir 11 Teilnehmer genossen den traumhaft, sonnigen und milden Herbsttag sehr.

Die Leonhardifahrt in Grafing wurde erstmals 1708 schriftlich belegt, fand aber vermutlich bereits im 17. Jahrhundert statt. Der heilige Leonhard wurde um 500 in Franken geboren, nach seiner Priesterweihe lebte er als Einsiedler und Wanderprediger in Mittelfrankreich. Er sorgte sich besonders um zu Unrecht Gefangene und erwirkte durch seine Fürsprache oft deren Freilassung. Auch einer Königin half er bei der vorzeitigen Geburt ihres Sohnes. 559 starb Leonhard als Abt im Kloster Noblac.

Anfänglich wurde der heilige Leonhard als Fürsprecher für Gefange, Reisende und Gebärende verehrt. Die Gläubigen stifteten Sankt Leonhard Ketten, als Dankbarkeit für eine überstandene Gefangenschaft. Die Ketten wurden im 17. Jahrhundert schließlich als Viehketten gedeutet und so wandelte sich das Patronat vom heiligen Leonhard und er wurde auch als Schutzherr für Nutztiere angerufen.

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