Herbert Bayerl - Heimat- und Brauchtumsverein Lechler München e.V.

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Unser Vereinsgründer und Ehrenmitglied Herbert Bayerl ist am 01. April 2020 verstorben.

Bereits in jungen Jahren war Herbert in seiner Heimatpfarrei St. Anna im Münchner Stadtteil Lechl (Lehel) sehr aktiv und brachte sich bei Jugendfahrten und Jugendpartys ein, später auch im Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung.
In den 1970er Jahren gründete sich ein Arbeitskreis, der sich um vielfältige Veranstaltungen in der Pfarrei kümmerte. Faschingsfeiern, Pfarr- und Kindergartenfeste – überall brachte Herbert sich maßgeblich ein.
So wurden z.B. auf Herbert‘s Initiative hin nach vielen Jahrzenten erstmalig wieder Palmbuschen gebunden. Auch das Adventssingen in der Klosterkirche wurde von ihm organisiert.
1980 bekam die St. Anna Pfarrkirche eine neue Orgel. Zuvor allerdings standen der Abbruch der alten Orgel und die Versteigerung der alten Pfeifen zugunsten der Neuanschaffung an. All dies unter großem Einsatz dieser Arbeitsgruppe.
Aus diesem – mittlerweile Freundeskreis - gründete sich 1990 unter Herbert’s Leitung der Heimat- und Brauchtumsverein Lechler München e.V.
Schon einige Jahre vor Vereinsgründung hat Herbert an der Rekonstruktion der Münchner Tracht mitgewirkt und über 30 Männer und Frauen dazu bewegt, sich dieses aufwendige Gwand anzuschaffen.
Viele Jahre hat er die Geschicke des Vereins entscheidend geprägt.
Aber auch das Tanzen, die Volksmusik – die „Münchner Schule für bairische Musik“, bei deren Aufbau er rege mitwirkte – bereiteten ihm große Freude, er war immer leidenschaftlich dabei.
Neben vielen musikalischen Gruppierungen bei denen er mitspielte, gründete er auch den Lechler Zwoa-, Drei- bzw. Viergsang – je nach Besetzung
Er hatte die große Gabe, andere mit seiner Begeisterung anzustecken und manchmal für das scheinbar Unmögliche zu motivieren.
Aufgrund seiner außergewöhnlichen Verdienste um die bayerische Volkskultur und die Tracht in München wurde Herbert Bayerl 2015 von der Landeshauptstadt München mit der Medaille „München leuchtet – Den Freundinnen und Freunden Münchens“  in Bronze ausgezeichnet.
Des Öfteren hat Herbert folgenden Satz benutzt:
„Na nimm i mein Huad und geh!“
Aufgrund der aktuellen Situation konnten wir Herbert nur im kleinsten Kreis verabschieden. Die Vereinsfahne und „sei Huad“ begleiteten ihn auf dem letzten Weg.
Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Caroline Hupfauer
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